Kreditwürdigkeit

Jetzt wertet Moody's Griechenland drei Stufen herab

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Die US-Ratingagentur stuft die Bonität von Griechenland erneut ab. Dennoch ist der Ausblick wegen der EU-Hilfen etwas optimistischer.

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands erneut herabgestuft. Das Land wird nun mit der Note "Ca“ bewertet und damit drei Stufen schlechter als zuvor mit "Caa1“, wie Moody's mitteilte.

Der vorgesehene Umtausch von Staatsanleihen, werde den Haltern unweigerlich substanzielle Verluste verursachen. Sollte der Umtausch tatsächlich stattfinde, definiere die Ratingagentur das als einen Zahlungsausfall. Nach einem Umtausch wolle Moody's Griechenlands Rating jedoch erneut überarbeiten, um es dem neuen Kreditprofil des Landes anzupassen.

Der Ausblick habe sich indes verbessert: Die Agentur hält es nach dem Beschluss neuer EU-Hilfen für das hoch verschuldete Land für wahrscheinlicher, dass sich Griechenland letztlich stabilisiert und sich der Schuldenstand verringert.

Allerdings gebe es ein hohes Risiko für die Umsetzung der erforderlichen Haushalts- und Wirtschaftsreformen. Zudem sei Griechenland mittelfristig Zahlungsherausforderungen ausgesetzt. Das EU-Rettungspaket verschaffe erst einmal Luft und erlaube eine geordnete Insolvenz, hieß es weiter.

Vor zwei Wochen hatte die Rating-Agentur Fitch Griechenland die Note "CCC" verpasst. Dies ist mehrere Stufen unter der zuvor gültigen Bewertung "B+" und die schlechteste Note vor einem Zahlungsausfall. Bereits Mitte Juli hatte Standard & Poor's (S&P) die Kreditwürdigkeit langlaufender Griechen-Anleihen um drei Stufen aus "CCC" gesenkt.

Die Bewertung kurzfristiger Anleihen bleibe laut S&P bei C. Der Ausblick bleibe bei negativ, was auf eine weitere Rating-Herabstufung hindeutet.