Bilanz-Ticker

Beiersdorf macht deutlich weniger Gewinn

Die Berichtssaison hat begonnen: Der Kosmetikkonzern Beiersdorf meldet einen starken Gewinneinbruch, vor allem wegen der schwächelnden Klebstoffsparte Tesa. Der Handelskonzern Metro musste einen Umsatzrückgang hinnehmen, auch bei EADS macht sich die Wirtschaftskrise bemerkbar.

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf hat im vergangenen Jahr einen deutlichen operativen Gewinnrückgang verbucht. Bei einem auf 5,7 Milliarden Euro gesunkenen Konzernumsatz gab das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) um gut ein Viertel auf 585 Millionen Euro nach, wie der Hamburger Dax-Konzern mitteilte.

Während die unter der Schwäche der Automobilindustrie leidende Klebstoffsparte Tesa Einbußen verzeichnet habe, habe das Kosmetikgeschäft mit einem leichten Umsatzplus abgeschlossen, hieß es. Im laufenden Jahr wolle Beiersdorf schneller wachsen als der Markt.

Auch Metro schwächelt

Der Handelskonzern Metro hat im Krisenjahr 2009 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Im Vergleich zu 2008 sei der Konzernumsatz um 3,6 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro gesunken, teilte der Konzern am Dienstag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen mit. Dabei belasteten Währungseffekte, ohne die der Umsatz stabil geblieben wäre. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) werde im Rahmen der Markterwartungen ausfallen, hieß es. Der vollständige Jahresbericht wird am 23. März veröffentlicht.

„2009 war trotz der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise ein insgesamt zufriedenstellendes Jahr für die Metro“, sagte Vorstandschef Eckhard Cordes. 2010 dürften die Rahmenbedingungen weiter herausfordernd bleiben. Der Konzern will dennoch wieder stärker investieren und mehr Filialen eröffnen als 2009. Schwerpunkte der Expansion sollen Osteuropa und Asien sein.

Krise erreicht EADS

Trotz glänzender Geschäfte der größten Konzernsparte Airbus hat EADS im vergangenen Jahr die Krise kräftig zu spüren bekommen. Der Umsatz sank von 43,3 Milliarden 2008 auf geschätzte 41,7 Milliarden Euro. Das Jahr sei schwierig gewesen, erklärte Konzernchef Louis Gallois. „Doch dank unseres breiten Portfolios, Zuwächsen im Verteidigungs- und Regierungsgeschäft sowie einer soliden Nettoliquidität haben wir die Fähigkeit zu Wachstum und Innovation gewahrt.“

Zu EADS gehören vor allem auch der Hubschrauberhersteller Eurocopter, die Verteidigungssparte DS sowie der Satelliten- und Raketenbauer Astrium. Weil das Geschäft bei DS und Eurocopter stagnierte und Astrium kräftig wuchs, vermuten Experten hinter dem Umsatzrückgang Preiszugeständnisse. Das Hauptproblem für EADS ist kurzfristig aber nicht die Nachfrage, sondern die Unsicherheit bei der Finanzierung des Airbus-Militärtransporters A400M.