Investitionen

Warren Buffetts Gespür für Geldvermehrung

Warren Buffett (80) gilt als drittreichster Mensch der Welt. Dass er dem US-Mischkonzern General Electric (GE) in der Hochzeit der Finanzkrise mit drei Milliarden Dollar half, zahlt sich jetzt für ihn aus. Und das gilt nicht nur für dieses Geschäft.

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Investorenlegende Warren Buffett hat erneut das richtige Gespür für Geldvermehrung bewiesen. Vor drei Jahren – zur Hochzeit der Finanzkrise – hatte er dem US-Mischkonzern General Electric (GE) mit einer Finanzspritze in Höhe von drei Milliarden Dollar aus der Klemme geholfen und dafür im Gegenzug Vorzugsaktien bekommen. Doch damit nicht genug. Buffett sicherte sich zudem eine Verzinsung von stolzen zehn Prozent. Kein Wunder, dass GE diesen Kredit nun los werden will. Der Siemens-Rivale fühlt sich wieder stark genug. Im Oktober sollen die Vorzugaktien eingestampft und Buffett ausgezahlt werden. GE kann sich das locker leisten, weil alleine im zweiten Quartal der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar gestiegen ist – die 75 Millionen Dollar Zinsen, die GE jedes Vierteljahr an Buffett überweisen muss, sind da schon abgezogen.

Nicht nur mit GE hat Buffett zuletzt gute Geschäfte gemacht. Erst im März hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre fünf Milliarden Dollar Schulden bei Buffett beglichen. Der Altmeister hatte auch der Schweizer Rückversicherung Swiss Re großzügig Geld geliehen. Er war zu Zeiten der Finanzkrise einer der wenigen, die noch flüssig waren. Kein Wunder, gilt der 80-Jährige doch als drittreichster Mensch der Welt – mit einem Vermögen von 50 Milliarden Dollar.