Rundfunkgebühren

Viele Hartz-IV-Bezieher verzichten auf GEZ-Befreiung

Wenn alle Empfänger von Hartz IV sich von der GEZ befreien ließen, gingen den Sendern Millionen verloren. Doch die Hälfte tut es nicht.

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Rund die Hälfte aller Hartz-IV-Haushalte in Deutschland verzichtet darauf, sich von den Rundfunkgebühren befreien zu lassen. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor, die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegen.

Für die öffentlich-rechtlichen Sender ergäben sich daraus Einnahmen von knapp 400 Millionen Euro im Jahr, die ihnen entgehen würden, wenn alle Hartz-IV-Bezieher die Befreiung von der monatlichen Gebühr in Höhe von 17,98 Euro in Anspruch nehmen würden.

Nach der Statistik der Bundesagentur gebe es 3,5 Millionen Hartz-IV-Haushalte in Deutschland, berichtet die Zeitung. Alle könnten sich von den jährlich 215,76 Euro befreien lassen, die die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) mit Sitz in Köln eintreibt. Tatsächlich tun dies dem Bericht zufolge aber nur etwa 1,6 Millionen Haushalte, die Hartz IV oder Sozialgeld beziehen.

Wie viele der Hilfsbedürftigen tatsächlich die Gebühren überweisen, sei der GEZ nicht bekannt. Generell werde der Anteil der ehrlichen Zahler mit 96 Prozent angegeben.