US-Aluminiumkonzern

Alcoa schafft unter deutschem CEO Rekord-Zahlen

Der von Klaus Kleinfeld geführte Aluminium-Riese Alcoa verdoppelte im zweiten Geschäftsquartal seinen Gewinn. Die Zahlen gelten als Indikator für die gesamte US-Wirtschaft.

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Eine Rekord-Nachfrage nach Aluminium hat dem US-Konzern Alcoa die Kasse gefüllt: Im zweiten Geschäftsquartal, das von Januar bis März lief, setzte das vom Deutschen Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen 6,6 Milliarden Dollar um (4,7 Mrd Euro) – das waren 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn verdoppelte sich sogar auf unterm Strich 322 Millionen Dollar.

„Zwar verläuft die wirtschaftliche Erholung ungleichmäßig“, sagte Kleinfeld am Montag in New York, „doch der Ausblick für Alcoa und für Aluminim bleibt insgesamt positiv.“ Die Nachfrage nach dem Metall steige anhaltend, versicherte der frühere Siemens-Chef.

Die Börsianer hören die Botschaft gerne: Die Aktie lag nachbörslich leicht im Plus. Der große Jubel an den Märkten blieb allerdings aus. Denn höhere Energie- und Materialkosten knabberten gleichzeitig am Alcoa-Gewinn. Zudem litt der US-Konzern nach eigenen Angaben unter dem schwächeren Dollar.

Alcoa läutet traditionell die US-Berichtssaison ein, in der die Konzerne ihre Geschäftszahlen vorlegen. Börsianer schauen bei Alcoa auch noch aus einem anderen Grund besonders genau hin: Die Zahlen gelten wegen der breiten Verwendung von Aluminium als eine Art Indikator für die gesamte Wirtschaft. Die Autoindustrie setzt das leichte Metall etwa für Motorblöcke ein, die Flugzeughersteller bauen daraus Rumpf und Tragflächen.