US-Konjunktur

Bernanke warnt US-Regierung vor hartem Sparkurs

Maues Wachstum und hohe Inflation schwächen die US-Wirtschaft. Fed-Chef Bernanke fordert dennoch, Staatsausgaben nicht zu kürzen.

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Die US-Konjunktur hat nach den Worten von Notenbankchef Ben Bernanke an Fahrt verloren. „Das US-Wirtschaftswachstum scheint in diesem Jahr bislang ein bisschen schwächer als erwartet auszufallen“, sagte der Fed-Chef in Atlanta.

Gleichzeitig gab er aber keine Hinweise auf zusätzliche Stützungsmaßnahmen durch die Notenbank. In diesem Monat läuft das 600 Milliarden Dollar schwere Fed-Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen aus.

Die Wirtschaft wachse immer noch nicht so, wie sie eigentlich könnte, sagte Bernanke. Allerdings sei nicht davon auszugehen, dass der jüngste Schwächeanfall sehr lange anhalten werde. In der zweiten Jahreshälfte sei mit stärkerem Wachstum zu rechnen.

Der jüngste Anstieg der Inflation sei besorgniserregend, sollte aber ebenfalls nur von vorübergehender Dauer sein. An die Adresse der Politiker in Washington gerichtet warnte Bernanke vor aggressiven Haushaltskürzungen der Staatsausgaben. Sollten dies Staatsausgaben zu schnell gestrichen werden, könnte dies die konjunkturelle Erholung gefährden.