Arbeitsmarkt

IHK fordert Ausbildungschancen für Sozialschwache

Mehr als 400 Ausbildungsplätze sind in Berlin zum diesjährigen Ausbildungsbeginn noch frei. Die Handwerkskammer verurteilt mangelndes Engagement der Betriebe für schwache Jugendliche. Dabei gibt es in fast allen Metall- und Elektroberufen noch unbesetzte Plätze.

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Unternehmer und die Arbeitsagentur haben von Berliner Betrieben mehr Engagement bei der Ausbildung junger Menschen gefordert. Im Zweifel solle bei der Besetzung eines Ausbildungsplatzes auch „schwächeren Jugendlichen eine Chance“ gegeben werden, erklärten am Montag die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer, Vereinigung der Unternehmensverbände (UVB) sowie Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit.

Es gebe für den diesjährigen Ausbildungsbeginn noch 420 offene Plätze in über 40 Handwerksberufen, sagte der Geschäftsführer der Berliner Handwerkskammer, Ulrich Wiegand. Auch in fast allen Metall- und Elektroberufen gibt es laut UVB noch unbesetzte Ausbildungsplätze. Jugendliche, die nach der Schule noch nicht ausbildungsreif seien, könnten ihre Qualifikation auch innerhalb der Betriebe erwerben, fügte IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder hinzu.