Firmenpleite

Stromhändler Teldafax ist zahlungsunfähig

Der Billigstromanbieter Teldafax ist in seinem Überlebenskampf gescheitert. Das Unternehmen, das in Berlin rund 40.000 Kunden hatte, musste Insolvenz anmelden. Für Betroffene wurde eine Hotline eingerichtet.

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Der angeschlagene Energieversorger Teldafax hat Insolvenzantrag gestellt. Dieser betrifft die Teldafax Holding AG, die Teldafax Energy GmbH und die Teldafax Services GmbH, wie das zuständige Amtsgericht Bonn mitteilte. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht demnach den Düsseldorfer Rechtsanwalt Biner Bähr. Das Unternehmen hatte in Berlin 30.000 Strom- und 8400 Gaskunden. Bundesweit soll es rund 700.000 Betroffene geben.

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Den Kunden von Teldafax empfahl das Gericht, mögliche Fragen zu der Insolvenz unmittelbar an das Troisdorfer Unternehmen zu richten. Dessen Mitarbeiter würden durch den vorläufigen Insolvenzverwalter „entsprechend unterrichtet“, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts.

Demnach wurde zu den Insolvenzverfahren zudem beim Amtsgericht Bonn eine Hotline eingerichtet, die unter den Anschlüssen 0228/702-2216, -2217, -1908 und -1909 erreichbar ist. Ferner würden Bekanntmachungen im Internet veröffentlicht. Mehrere Netzbetreiber in Deutschland hatten Teldafax in den vergangenen Wochen aus ihrem Stromnetz geworfen, weil das Unternehmen seine Rechnungen nicht mehr gezahlt haben soll. Teldafax hatte angegeben, in unprofitablen Gebieten absichtlich keine Vorauszahlungen mehr geleistet zu haben, um sich aus diesen Regionen zurückzuziehen.

Der ehemalige Vorstandschef Hans-Gerd Höptner hatte Mitte Mai dazu erklärt „nur mit einem harten Cut“ die „Schatten der Vergangenheit“ loswerden zu können.