Standard & Poor’s

Ratingagentur stuft Energieriesen RWE herab

Der Atomausstieg macht Kredite für die Energiekonzerne teurer: Nach E.on muss nun auch RWE eine schlechtere Bonitätsnote einstecken.

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Nach der Atomwende stufen immer mehr Ratingagenturen die Bonitätsnoten für die AKW-Betreiber herunter. Standard & Poor’s senkte die Beurteilung der langfristigen und kurzfristigen Kreditwürdigkeit des Energiekonzerns RWE auf "A-" beziehungsweise "A-2" herunter. Der Ausblick sei negativ.

Die Agentur verwies darauf, dass wegen des Atomausstiegs die Profitabilität des Konzerns zurückgehen werde. Grund hierfür seien schwächere Gewinne in der Stromerzeugung. RWE muss nach dem Ausstiegsbeschluss zwei seiner fünf Meiler sofort stilllegen, die übrigen bis Ende 2022.

Die abgeschriebenen Atomkraftwerke waren bislang die Gewinntreiber der Energiekonzerne. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Ratingagentur Moody’s angekündigt, das Rating von E.on auf eine Herabstufung hin zu prüfen. Den Ausblick für EnBW senkte sie auf „negativ“ von „stabil“. Durch schwächere Ratings erhöhen sich für die Konzerne die Zinsen für die Aufnahme von Krediten.