US-Präsident

Obama will hohen Benzinpreis mit Ölbohrung drücken

Benzin ist in den USA überraschend teuer geworden. Präsident Obama will Ölvorkommen in Alaska und im Golf von Mexiko schneller ausbeuten.

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Angesichts des öffentlichen Ärgers über den Anstieg der Benzinpreise in den USA will Präsident Barack Obama die Ausbeutung von Ölvorkommen in Alaska und im Golf von Mexiko vorantreiben. In seiner wöchentlichen Radio- und Internetansprache kündigte Obama Schritte zum Ausbau der Förderung und zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren an.

Die für US-Verhältnisse ungewöhnlich hohen Benzinpreise drücken Obamas Umfragewerte und gefährden zudem die wirtschaftliche Erholung, die für seine Wiederwahl im kommenden Jahr entscheidend sein könnte. Um die Import-Abhängigkeit der USA zu drosseln, will Obama den Öl-Verbrauch drücken, erneuerbare Energien fördern und auch die heimische Produktion ankurbeln.

Die oppositionellen Republikaner fordern vor allem eine dramatische Ausweitung der Förderung. Auch aus Obamas demokratischer Partei wurden zuletzt immer mehr Stimmen laut, die eine Erleichterung der Bohrungen im Golf von Mexiko fordern. Diese wurde nach der Ölkatastrophe vor rund einem Jahr stark eingeschränkt.