US-Finanzmarkt

Hedgefonds werden künftig strenger kontrolliert

Zur besseren Kontrolle müssen sich Private-Equity-Fonds und Hedgefonds bei der US-Börsenaufsicht registrieren lassen, beschloss der Vermittlungsausschuss.

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Hedgefonds und Private-Equity-Fonds stehen in den USA unmittelbar vor einer strengeren Regulierung. Der US-Vermittlungsausschuss stimmte bei seiner zweiten öffentlichen Sitzung für eine verstärkte Kontrolle dieser beiden Fondsarten. In die Endversion des Gesetzes zur Finanzmarktregulierung wurde die Klausel aufgenommen, dass sich Hedgefonds und Private-Equity-Fonds künftig bei der US-Börsenaufsicht registrieren müssen. Dadurch soll mehr Transparenz geschaffen werden. Wagniskapitalfonds sind dagegen von den Vorschriften ausgenommen.

Bei der mit großer Spannung erwarteten Entscheidung zur Kontrolle der Ratingagenturen beschlossen die Abgeordneten, eine im Senatsentwurf enthaltene umstrittene Passage zu streichen. Den marktbestimmenden Agenturen Moody’s, Fitch sowie S&P wird vorgeworfen, zahlreiche Anlageprodukte als risikofrei beurteilt zu haben, die sich in der Finanzkrise schlagartig als rein spekulativ erwiesen.

Der Vermittlungsausschuss bringt den Entwurf des Senats zur Finanzmarkregulierung mit der Vorlage aus dem Repräsentantenhaus in Übereinstimmung. Das Gremium will bis Ende kommender Woche Einigungen in allen strittigen Punkten erzielen. Als größte Knackpunkte galten bislang härtere Vorgaben für den Derivate-Handel, die Pflicht zu mehr Eigenkapital und ein Verbot des Eigenhandels, bei dem die Banken auf eigene Rechnung spekulieren.