Gewinnsprung

RIM profitiert mit Blackberry vom Smartphone-Boom

Foto: picture alliance / dpa / picture alliance / dpa/RIM Research in Motion

Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research in Motion schafft im dritten Quartal einen Gewinnsprung, dank eines neuen Smartphones.

Trotz aller Unkenrufe ist das Blackberry-Handy weiter ein Verkaufsschlager. Die allgemein starke Nachfrage nach Smartphones trieb im dritten Geschäftsquartal den Umsatz des Herstellers Research in Motion um 40 Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Dollar (4,2 Mrd. Euro) nach oben. Grund waren die guten Absatzzahlen für das Torch-Smartphone, von dem RIM 14,2 Millionen Geräte verkaufte. Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent auf 911 Millionen Dollar zu. Co-Konzernchef Jim Balsillie sprach von Rekordzahlen. Auch die Anleger waren verzückt; mit einem derart starken Abschneiden hatten sie nicht gerechnet. Die Aktie stieg nachbörslich um 3 Prozent.

Einige Experten sehen im Blackberry ein Auslaufmodell. Gegenüber dem Apple iPhone und den Android-Smartphones verliert der Klassiker unter den multifunktionalen Mobiltelefonen in der Tat beständig an Boden. Da jedoch der gesamte Markt wächst, verdient Research in Motion (RIM) weiterhin gutes Geld.

Im laufenden vierten Geschäftsquartal rechnet das Management mit einem steigenden Umsatz von 5,5 bis 5,7 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn soll zulegen. RIM nimmt verstärkt mittelständische Firmen und Privatanwender ins Visier. Mit einem eigenen Tablet-Computer namens Playbook tritt RIM zudem in direkte Konkurrenz zu Apples iPad. Das Gerät kommt aber erst nach Weihnachten auf den Markt.