Tarifkonflikt

Pilotenstreik bei Eurowings trifft Flughafen Tegel

Rund 300 Eurowings-Piloten haben am Freitagmorgen einen befristeten Ausstand begonnen. Sie wollen bis 13 Uhr die Arbeit ruhen lassen. Davon betroffen sind auch Flüge in Berlin-Tegel.

Ein befristeter Ausstand von mehr als 300 Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings hat am Freitagmorgen auch den Flughafen Berlin-Tegel getroffen. Dort fallen nach ersten Angaben des Flughafens am Vormittag zwei Flüge nach Nürnberg aus.

Bis 13 Uhr legen Piloten auf den Flughäfen Berlin-Tegel, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Köln und Nürnberg die Arbeit nieder.

Hintergrund seien die gescheiterten Verhandlungen mit der Lufthansa über sichere Beschäftigungsverträge, sagte der Verhandlungsführer der VC, Markus Germann. Lufthansa plant nach VC-Angaben, alle 50-sitzigen Flugzeuge aus seinem Programm zu nehmen und die bisher 34 Eurowings-Flugzeuge auf 15 zu reduzieren. Rund 180 Piloten könnten ihre Arbeit verlieren. Zudem sollten mehrere Standorte aufgegeben werden. Seit Anfang des Jahres verhandle die Pilotengewerkschaft mit Eurowings darüber, dass die Piloten unter anderem entsprechende Abfindungen erhalten oder für einen längeren Zeitraum noch Gehälter ausgezahlt bekommen. „Uns wurde kein vernünftiges Angebot gemacht. Deshalb rufen wir zu Streiks auf“, sagte Germann.