Kreditwürdigkeit

S&P senkt Rating von Portugal und Griechenland

Bittere Nachricht für die Eurozone. Die Ratingagentur S&P reduziert das Rating von Griechenland und Portugal um eine weitere Stufe.

Die Ratingagentur Standard & Poor's senkt den Daumen über Portugal und Griechenland. Das griechische Rating werde auf „BB-“ von „BB+“ gesenkt, teilte die Agentur mit. Eine weitere Herabstufung sei möglich.

Die Note für Portugal werde auf „BBB-“ reduziert von „BBB“. Damit liegt die Bewertung nur noch eine Stufe über dem „Schrott“-Niveau. Zugleich werde aber das Land von der Beobachtungsliste mit negativem Ausblick genommen.

Nach dem Rücktritt der sozialistischen Minderheitsregierung steigt nach Einschätzung von Investoren die Wahrscheinlichkeit, dass das südwesteuropäische Land unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen muss.

Die portugiesische Notenbank hatte zuvor weitere Sparanstrengungen angemahnt, um die Haushaltsziele im kommenden Jahr zu erreichen. Doch der Sparkurs birgt nach Einschätzung der Notenbanker die Gefahr, dass das Land tiefer in die Rezession abrutscht.

Griechenland kämpft mit der hohen Staatsverschuldung und wurde bereits im Frühjahr 2010 mit Geld von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Union vor dem Staatsbankrott bewahrt.

Medienberichten zufolge könnte das Defizit 2010 bei mehr als zehn Prozent und damit höher als bisher angenommen gelegen haben. Grund dafür sei, dass die europäische Statistikbehörde Eurostat Daten der griechischen Rentenversicherung neu berechne.