Ermittlungen

Wall Street fürchtet riesigen Insider-Skandal

Die US-Behörden ermitteln gegen namhafte Finanzinstitute wie Goldman Sachs. Sie sollen mit illegalen Absprachen Millionen verdient haben.

Die US-Justiz ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge in einem der bisher größten Insiderhandel-Skandale an der Wall Street. Wie das „Wall Street Journal“ berichtete, werden in großem Stil Klagen gegen Händler und Berater teils namhafter Finanzinstitute vorbereitet. Es gehe um etwa drei Dutzend Institute und Firmen. Die jahrelangen Ermittlungen seien vermutlich die umfangreichsten dieser Art, die jemals in den USA geführt worden seien. Mit den ersten Klagen sei gegen Ende des Jahres zu rechnen.

Die US-Behörden hätten regelrechte Netzwerke von Investment-Bankern, Managern von Hedgefonds und Unternehmen aufgedeckt, die mit ihren Geschäften illegal hohe mehrstellige Millionengewinne erwirtschaftet hätten, wie das Blatt unter Berufung auf Justizkreise berichtete. Im Visier der Ermittler seien Mitarbeiter namhafter Finanzinstitute wie Goldman Sachs, die möglicherweise vertrauliche Informationen über börsennotierte Unternehmen, darunter über Firmenzusammenschlüsse auf dem Gesundheitsmarkt, an Händler weiterreichten.

Auch gegen sogenannte unabhängige Experten-Firmen werde ermittelt, berichtete das „WSJ“. Diese Analysten-Firmen sollen gegen hohe Gebühren nicht-öffentliche Informationen an Hedgefonds vermittelt haben. In den Ermittlungen habe es bereits erste Anhörungen vor einer Grand Jury in New York gegeben.