Tourismus

TUI schreibt nur dank Hapag-Lloyd Gewinne

Die Reisesparte hat im letzten Geschäftsjahr Verluste verbucht. Dank Hapag-Lloyd bleibt TUI in der Gewinnzone. Der Ausblick beflügelt die Aktie.

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Der weltgrößte Reisekonzern TUI hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nur dank des Booms seiner Reederei-Beteiligung Hapag-Lloyd in den schwarzen Zahlen gehalten. In den zwölf Monaten bis Ende September lag das Konzernergebnis bei 114 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte.

Dazu steuerte alleine Hapag-Lloyd 150 Millionen Euro bei, während die Reiseveranstalter-Sparte TUI Travel wegen der Flugverbote nach dem Vulkanausbruch in Island, einer Bilanzkorrektur und hohen Kosten für Umstrukturierungen in den roten Zahlen steckte.

Weil TUI Travel und mehrere Hotels nicht komplett zu TUI gehören, entfiel auf die TUI-Aktionäre lediglich ein Überschuss von 102 Millionen Euro, gut doppelt so viel wie von Analysten erwartet. Der Umsatz schrumpfte um 1,5 Prozent auf 16,35 Milliarden Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet TUI ein positives Konzernergebnis. Zusätzlich soll dem Konzern der Verkauf und die Rückmietung von Immobilien 325 Millionen Euro in die Taschen spülen, einen Großteil davon in 2010/11.

Die Aussicht auf ein positives Konzernergebnis 2010/11 ist bei den TUI-Anlegern am Dienstag laut Händlern gut angekommen. Die Aktien verteuerten sich gegenüber ihrem Vortagsschluss von 9,35 Euro um 1,4 Prozent. TUI dürfte in den kommenden Monaten vom anziehenden Konsum profitieren, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Vor allem Reisen dürften bei vielen ganz oben auf der Agenda stehen.