Überraschender Rückzug

Pfizer-Chef kehrt dem Pharma-Riesen den Rücken

Vier Jahre lang leitete Jeffrey Kindler den Pharma-Giganten Pfizer. Sein plötzlicher Rücktritt kommt für den Viagra-Hersteller überraschend.

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Der Chef des US-Pharmakonzerns Pfizer, Jeffrey Kindler, ist überraschend zurückgetreten. Der 55-Jährige werde durch den 57-jährigen Ian Read abgelöst, der bislang die biopharmazeutische Abteilung leitete, teilte das Unternehmen mit. Kindler hatte die Firmenleitung im Juli 2006 übernommen. Als seine größte Leistung gilt die Fusion mit dem Konkurrenten Wyeth, den Pfizer im vergangenen Jahr für 68 Milliarden Dollar übernahm.

Insgesamt arbeitete Kindler neun Jahre lang für Pfizer. Zuvor war er Manager bei General Electric und McDonald’s. Sein Nachfolger gehört dem Unternehmen bereits seit 32 Jahren an. In der Erklärung zitierte Pfizer Kindler mit den Worten, er blicke auf eine „extrem begeisternde und befriedigende“ Zeit in dem Unternehmen zurück. Nun woll er seine „Batterien aufladen, kostbare Zeit mit der Familie verbringen“ und sich „auf die nächste Herausforderung“ in seiner Karriere vorbereiten. Über Kindlers nächsten Posten wurden jedoch keine Angaben gemacht. Pfizer ist das zweitgrößte Pharmaunternehmen der Welt hinter dem US-Konzern Johnson and Johnson. Zu seinen bekanntesten Produkten zählt das Potenzmittel Viagra.