Frankreich

Burgerkette verspricht nach Todesfall mehr Sauberkeit

Weil ein Teenager an bakterienverseuchtem Essen starb, muss die französische Restaurantkette "Quick" die Hygiene verbessern. Dazu soll es spezielle Schulungen geben.

Die französische Schnellimbisskette Quick setzt nach dem Tod eines Jugendlichen auf mehr Sauberkeit. Quick werde für seine Mitarbeiter unter anderem eine weitere Schulung in Sachen Hygiene organisieren, teilte das Unternehmen mit. Außerdem werde ein strengeres, landesweit einheitliches internes Bewertungssystem für die Franchise-Restaurants eingeführt.

Die Staatsanwaltschaft Avignon hatte ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet, nachdem im Januar 2011 ein 14-Jähriger nach dem Essen bei Quick an einer Lebensmittelgiftung gestorben war. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist durch medizinische Gutachten belegt, dass Benjamin Orset sich Bakterien in der Burgerkette zuzog, an denen er wenige Stunden später starb.

Die Staphylokokken wurden demnach auch bei fünf der Beschäftigten nachgewiesen, die an jenem Abend arbeiteten, und fanden sich auch auf dem Fliesenboden des Lokals in dem Bereich, in dem die Mahlzeiten verpackt werden. Quick ist in Frankreich die zweitgrößte Fast-Food-Kette nach dem US-Riesen McDonald's.