Markenname

Mit "Schering" verschwinden 405 Millionen Euro

Bayer hat 2006 den Berliner Pharmariesen Schering übernommen. Fortan trug die fusionierte Pharmasparte beide Namen. Doch die Marke Schering verschwindet. Das drückt den Bayer-Gewinn, denn dort war bisher der millionenschwere Markenwert verbucht.

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Die Abschaffung der Marke Schering wird teuer für den Pharma- und Chemiekonzern Bayer. Der Wert des Markennamens Schering stehe bisher mit 405 Millionen Euro in den Büchern, sagte ein Bayer-Sprecher. Deshalb werde es 2010 – wie im November angekündigt – Abschreibungen geben.

Wie hoch diese genau ausfallen, will Bayer am Montag bei Vorlage seiner Zahlen bekanntgeben. Die "Financial Times Deutschland" schrieb von 400 Millionen Euro. Die Abschreibung drückt den Gewinn.

Der Leverkusener Konzern übernahm den Berliner Arzneimittelhersteller Schering 2006 für fast 17 Milliarden Euro. Das dadurch deutlich erweiterte Pharmageschäft wurde seither als Bayer Schering Pharma geführt.

Doch vier Jahre nach der Übernahme, wollte Bayer von der Berliner Marke nichts mehr wissen. Der neue Firmenchef Marijn Dekkers kündigte im November die Tilgung des Namens Schering an. Damit ist Berlin wird um eine Tradition ärmer: Der Name Schering war hier schließlich seit rund 150 Jahren in Berlin ein Begriff.

Das Pharmageschäft wird nur noch unter der Marke „Bayer Health Care“ geführt. Dekkers will damit die weltweite Wahrnehmung des Namens Bayer erhöhen. Zumindest auf die Bilanz wirkt sich der Verzicht auf Schering deutlich aus.