Elektromobilität

Industrie fordert kostenlose Parkplätze für E-Autos

Steuervorteile und Gratis-Parken sollen Elektroautos für Pkw-Käufer attraktiver machen. Direkte Prämien lehnt die Branche allerdings ab.

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Die Elektroindustrie fordert steuerliche Anreize für Käufer von Elektroautos. Auf diese Weise sollten die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten kompensiert werden, erklärte der Branchenverband ZVEI. Als weiterer Anreiz könnten Busspuren für Elektroautos freigegeben und Parkplätze kostenlos nutzbar sein. Direkte Kaufprämien, wie es sie etwa in Frankreich gibt, lehnt der Verband aber ab. Überdies sollten die staatlichen Ausgaben zur Weiterentwicklung von Speichertechnologien verdoppelt werden, forderte der ZVEI zu Beginn eines zweitägigen Fachkongresses „Elektromobilität“.

Die Deutsche Telekom sieht neue Geschäftschancen bei Abrechnungssystemen für das Aufladen von Elektroautos. Die Standards der Telekommunikationsbranche seien gut geeignet, um „die Systeme von Energieversorgern und Automobilherstellern miteinander zu vernetzen und so den Stromverbrauch beim Aufladen der Elektrofahrzeuge zuverlässig abzurechnen“, erklärte der für das Geschäftsfeld „Vernetztes Fahrzeug“ zuständige Manager Horst Leonberger.

Das „Auftanken“ eines Elektroautos soll nach den Vorstellungen der Deutschen Telekom mit der Identifikation des Autofahrers an der Steckdose beginnen. Das Bezahlen des Stroms solle nicht bar erfolgen, sondern wie bei einer Telefonrechnung verbucht werden. Mit einer entsprechenden Software sei es möglich, den Ladevorgang auf dem Bordcomputer des Autos zu überwachen und die Quittung im Display anzuzeigen.