Aktienmarkt

Commerzbank bereitet Kapitalerhöhung vor

Die teilverstaatlichte Commerzbank fasst neuen Mut: Nach der Finanzkrise will sich das Institut endlich wieder Geld am Aktienmarkt besorgen.

Die teilverstaatlichte Commerzbank wagt sich aus der Deckung: Mit der Platzierung von bis zu 118 Millionen Aktien bei institutionellen Investoren will sich die in der Finanzkrise fast zusammengebrochene Bank frisches Geld ins Haus holen. Der Staat soll trotz der Ausgabe neuer Aktien mit mehr als einem Viertel an der zweitgrößten Bank Deutschlands beteiligt bleiben, teilte die Bank mit.

Nach Angaben von Händlern sollen die neuen Papiere für 5,15 bis 5,35 Euro platziert werden. Die Kapitalerhöhung würde damit etwas mehr als 600 Millionen Euro bringen.

Das Geld soll Hybridkapital der Commerzbank ersetzen, das nach den neuen Basel-III-Kapitalregeln künftig nicht mehr als hartes Kernkapital gilt. Das Hybridkapital ist in Form von Anleihen am Markt und wird von der Credit Suisse im Auftrag der Commerzbank zurückgekauft. Anschließend soll es als Sacheinlage zur Kapitalerhöhung in die Commerzbank eingebracht werden. Auf diese Weise soll das Commerzbank-Kapital um bis zu zehn Prozent minus eine Aktie steigen.

Über eine Kapitalerhöhung der Bank wurde seit längerem spekuliert – letztendlich scheiterte sie aber immer an der nach wie vor labilen Lage der Bank und der Finanzmärkte. Vorbörslich geriet der Commerzbank-Kurs deutlich unter Druck.