Danone

Steigender Milchpreis macht Joghurt teurer

Der Lebensmittelriese Danone will die steigenden Milchpreise an die Verbraucher weitergeben. Joghurt könnte bald deutlich mehr kosten.

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Der weltgrößte Joghurthersteller Danone will sich das Geschäft nicht durch steigende Rohstoffpreise verderben lassen. Höhere Kosten etwa für Milch sollten 2011 durch Preisanhebungen zum Teil ausgeglichen werden, kündigte der französische Lebensmittelriese an. So wolle Danone die Konkurrenz bei Umsatzwachstum und Rendite hinter sich lassen, sagte Konzernchef Franck Riboud. Angepeilt werde ein Umsatzplus von sechs bis acht Prozent.

Der Hersteller von Actimel- und Activia-Joghurt trotzte schon 2010 den hohen Rohstoffpreisen und steigerte seinen Umsatz überraschend deutlich. Neben Preisanhebungen setzt Danone auf Einsparungen – vor allem in Russland. Dort sieht sich das Unternehmen auch auf Wachstumskurs, nachdem es Ende 2010 durch die Fusion mit Unimilk zum Branchenprimus auf dem Markt für Milchprodukte aufstieg.

In diesem Jahr stellt sich das Unternehmen auf einen Anstieg der Rohstoffpreise um insgesamt sechs bis neun Prozent ein. Die Preise für Milch – Danones wichtigstem Rohstoff – dürften um fünf bis acht Prozent steigen. Im vergangenen Jahr hatte Danone hier sogar mit einem Preisanstieg von zehn Prozent zu kämpfen. Im vierten Quartal sowie im Gesamtjahr 2010 verbuchte Danone, das auch Evian-Wasser vermarktet, ein Umsatzplus von 6,9 Prozent und übertraf damit die Erwartungen. Im Gesamtjahr belief sich der bereinigte Gewinn je Aktie wie erwartet auf 2,71 Euro - ein Plus von 8,6 Prozent.

Die operative Gewinnmarge verharrte bei 15,2 Prozent und soll 2011 auf 15,4 Prozent steigen. Oddo-Securities-Analyst Pierre Tegner sieht Danone nach der Prognose besser gerüstet als die Rivalen, die höheren Rohstoffkosten abzufedern. Unilever hatte jüngst ein Umsatzplus von 5,1 Prozent im vierten Quartal ausgewiesen und angesichts der steigenden Kosten die selbe Strategie wie Danone ausgegeben. Nestle legt am Donnerstag Zahlen vor. Danone-Aktien stiegen in Paris um 3,7 Prozent.