Umbau

Neuer Nokia-Chef will mehrere Vorstände austauschen

Handyhersteller Nokia will seine Führungsriege großzügig umbauen. Headhunter sollen in aller Welt unterwegs sein, um Top-Leute von Konkurrenten abzuwerben.

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Der weltgrößte Handyhersteller Nokia aus Finnland steht einem Medienbericht zufolge angesichts ständig sinkender Marktanteile vor einem Großumbau der Führungsriege. Etwa die Hälfte der amtierenden Vorstände drohe der Rauswurf, berichtete die „Wirtschaftswoche“ vorab unter Berufung auf Insider. Dies sei Teil des Rettungsplans des neuen Konzernchefs Stephen Elop. Zentraler Bestandteil des Plans sei eine völlig neue Führungsstruktur in dem 145 Jahre alten Konzern. Headhunter in aller Welt seien in Elops Auftrag unterwegs, um Top-Leute von der Konkurrenz abzuwerben.

Eine Nokia-Sprecherin wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Nokia müht sich seit langem erfolglos um den rasant wachsenden Smartphone-Markt. Ende Januar warnten die Finnen vor einem schwachen Start ins neue Jahr, nachdem der Gewinn im Weihnachtsgeschäft schon das dritte Mal in Folge eingebrochen war.

Die Mehrzahl der Manager, von denen sich Elop trennen wolle, seien Finnen und enge Gefolgsleute seiner Vorgänger Jorma Ollila und Olli-Pekka Kallasvou, berichtete das Magazin. Damit taste der neue seit September amtierende Chef einen ehernen Grundsatz Nokias an, wonach der Vorzeigekonzern aus Finnland auch von Finnen in den höchsten Gremien geführt werde.