Pharma

Bayer will Hunderte Schering-Stellen streichen

Der Pharma-Riese Bayer plant nach einem Medienbericht einen massiven Jobabbau an den früheren Schering-Standorten. Besonders betroffen davon ist Berlin. Zu betriebsbedingten Kündigungen soll es nicht kommen.

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Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer will nach Informationen der „WirtschaftsWoche“ bis zu 500 Arbeitsplätze in Deutschland an früheren Schering-Standorten abbauen. Davon sei insbesondere Berlin betroffen, meldete das Magazin am Sonnabend vorab. Bayer hat den früheren Dax-Konzern Schering im Jahr 2006 übernommen.

Weitere 200 Stellen im Gesundheitsgeschäft sollen vor allem an den Standorten Leverkusen und Wuppertal entfallen, berichtet die „WirtschaftsWoche“ mit Verweis auf Unternehmenskreise. Damit streiche der Konzern insgesamt 700 Stellen in seinem Gesundheitsbereich in Deutschland. Betroffen seien die Verwaltung sowie der Bereich „Marketing und Vertrieb“, wo jeweils etwa 200 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Jeweils etwa 150 fielen in der Produktion sowie im Bereich „Forschung und Entwicklung“ weg. Bayer habe einen Kommentar zu den Zahlen abgelehnt.

Bayer-Vorstandschef Marijn Dekkers hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, in Deutschland insgesamt 1.700 Stellen zu streichen. Die Verhandlungen zwischen Management und Betriebsräten laufen dem Magazin zufolge noch. Betriebsbedingte Kündigungen seien durch einen Standortsicherungsvertrag ausgeschlossen.