Tourismus

Tropical Islands steuert schwarze Zahlen an

Die Freizeitanlage Tropical Islands rechnet sich so langsam. Immer mehr Tagesbesucher zieht es in die künstliche Tropenlandschaft im brandenburgischen Brand. Nun wird das Angebot noch ausgebaut.

Foto: Massimo Rodari

Die Freizeitanlage Tropical Islands in Brand südöstlich von Berlin ist auf den Weg in die schwarzen Zahlen. Im vergangenen Geschäftsjahr 2010 sei der Gewinn vor Steuern und Zinsen auf mehr als fünf Millionen Euro gestiegen, sagte der Geschäftsführer Ole Bested Hensing. Das sei etwa doppelt so viel wie im Geschäftsjahr davor, berichtete er bei der Premiere der neuen Abendshow „Varieté der Tropen“ in der Riesenhalle vor 500 geladenen Gästen. Der Umsatz sei im selben Zeitraum um vier Millionen auf 33 Millionen Euro gestiegen. Das Geschäftsjahr des weltweit größten überdachten tropischen Freizeitparkes endet am 31. Januar.

Die Zahl der Tagesbesucher konnte nach Unternehmensangaben leicht auf etwa 900.000 gesteigert werden. Genaue Zahlen sollen erst mit Vorlage der Bilanzzahlen des börsennotierten malaysischen Mutterkonzerns Tanjong im Frühjahr veröffentlicht werden. Im Geschäftsjahr 2009 kamen 883.000 Gäste. In den Ausbau des Angebotes sollen in diesem Jahr zehn Millionen Euro fließen. Gut die Hälfte davon sei für den Bau weiterer kleiner Häuser in der Kuppelhalle mit künstlichem Südseestrand, Regenwald und Tropendorf im Krausnicker Ortsteil Brand (Dahme-Spreewald) geplant.

Die Besucher kommen vor allem aus Berlin, Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen und Nordhein-Westfalen. Etwa 20 Prozent der Gäste sind den Angaben zufolge aus dem Ausland, vor allem aus Polen und Tschechien. Allein seit 2005 förderte das Land Brandenburg die im Dezember 2004 eröffnete Anlage mit rund 18 Millionen Euro. Auf dem Außengelände des ehemaligen Militärflugplatzes errichtet ein deutsch-dänischer Investor bis 2013 ein Feriendorf mit vorerst 439 Bungalows.