Branchentarifvertrag

Eisenbahner bekommen zukünftig das gleiche Geld

Ganz gleich ob Deutsche Bahn oder Privatbahn: Die Beschäftigten im Schienenpersonennahverkehr bekommen künftig ein und dasselbe Gehalt. Gewerkschaften und Unternehmen einigten sich auf einen Branchentarifvertrag.

Die Beschäftigten im Schienenpersonennahverkehr werden ab 1. Februar dieses Jahres erstmals nach einem einheitlichen Standard bezahlt. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, Deutsche Bahn und sechs private Verkehrsunternehmen einigten sich am Montag auf einen Branchentarifvertrag, wie der Schlichter, der SPD-Politiker Peter Struck, in Berlin sagte. Konkret sollen die rund 128.000 Beschäftigten auf einem Niveau bezahlt werden, das heute bereits der Deutschen Bahn gilt.

Mit dem Abschluss der Schlichtungsgespräche geht ein monatelanger Verhandlungsmarathon zu Ende. Nicht mit im Boot sind die Lokführer. Struck fordert deren Gewerkschaft GdL auf, sich dem Abschluss anzuschließen.

Zuvor war monatelang um eine solche Einigung gerungen worden, die verhindern soll, dass der Wettbewerb im Nahverkehr über die Löhne ausgetragen wird. Bei einigen Privatbahnen liegen die Einkommen für vergleichbare Tätigkeiten um 20 Prozent unter dem Niveau der Deutschen Bahn.

Am Verhandlungstisch saßen auf Arbeitgeberseite die Deutsche Bahn sowie die sechs großen privaten Bahnbetreiber Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Für die Arbeitnehmer verhandelte die neu fusionierte Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG. Struck, der frühere Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, leitete die Schlichtung. Zunächst führte er die Gespräche getrennt mit der bundeseigenen Deutschen Bahn und den privaten Arbeitgebern.