Mehr Passagiere

Air Berlin trotz Wetterchaos mit Rekord

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat 2010 mehr Passagiere befördert als je zuvor - trotz hunderten von Flugausfällen wegen Vulkanasche im Frühjahr und Eisregen im Dezember.

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Die Fluggesellschaft Air Berlin hat im vergangenen Jahr einen Passagierrekord eingeflogen. Trotz der Aschewolke im Frühjahr und hunderter wetterbedingter Flugausfälle im Dezember und stieg die Zahl der Passagiere bei der zweitgrößten deutschen Airline 2010 um 3,8 Prozent auf 33,6 Millionen, wie das Unternehmen mitteilte. Im Dezember flogen rund 2,3 Millionen Menschen mit Air Berlin – ein Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die Auslastung der Flugzeuge ging nach Unternehmensangaben 2010 leicht von 77,5 Prozent im Jahr 2009 auf 76,8 Prozent im jahr 2010 zurück. Dabei sei zu berücksichtigen, dass man die Zahl der angebotenen Sitzplätze um 4,7 Prozent erhöht habe. Im Monat Dezember flogen 2,29 Millionen Fluggäste mit Air Berlin, das waren 3,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In allen Zahlenangaben sind die von der österreichischen Partnerfirma Niki übernommenen Strecken enthalten. Air Berlin hatte im Juli seinen Anteil an Niki von 24 auf 49,9 Prozent aufgestockt.

Die Fluggesellschaft hatte sich für das vergangene Jahr ein operatives Ergebnis (Ebit) über dem Vorjahresniveau von 28,5 Millionen Euro vorgenommen – erwartet allerdings unter dem Strich weiterhin rote Zahlen. Erst 2011 soll ein Nettogewinn zu Buche stehen.

Vor Weihnachten waren wegen Schnee und Eis an vielen europäischen Flughäfen rund 800 Flüge bei Air Berlin ausgefallen. Durch die winterlichen Verhältnisse mussten viele Flughäfen vorübergehend geschlossen werden.