Konzernergebnis

Deutsche Telekom verdient deutlich weniger

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Das schwache Mobilfunkgeschäft in Großbritannien hat den Gewinn der Telekom geschmälert. Hoffnung setzt der Konzern auf Vertragskunden in den USA.

Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal weniger verdient als im Vorjahr. Der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging um 4,7 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro zurück, teilte der Bonner Konzern mit. Der Umsatz sank um 4,4 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro.

Unterm Strich verdiente die Telekom 475 Millionen Euro nach 521 Millionen Euro im Vorjahr. Hier wirkte sich die Entkonsolidierung der britischen Tochter mit rund 200 Millionen Euro besonders negativ aus. Seit diesem Quartal wird die britische Tochter T-Mobile UK entkonsolidiert, nachdem die Telekom sie in das Gemeinschaftsunternehmen mit der France-Telecom-Tochter Orange eingebracht hatte. Das Gemeinschaftsunternehmen sorgte nun noch für eine Netto-Belastung von etwa 200 Millionen Euro.

Diesen Effekt heraus gerechnet wäre der Umsatz im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent gestiegen, das bereinigte EBITDA um 1,9 Prozent gesunken. Der Überschuss hätte sogar um 20,5 Prozent zugelegt. Einen kleinen Lichtblick lieferte das US-Geschäft: In den USA verlor die Telekom vor allem Prepaid-Kunden, die Zahl der Vertragskunden legte genauso zu wie der Datenumsatz je Kunde.

Für 2010 erwartet der Vorstand des rund 260.000 Mitarbeiter starken Konzerns unverändert einen Free Cash-Flow von 6,2 Milliarden Euro und ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) von etwa 19,5 Milliarden Euro. 2009 betrug das bereinigte Ebitda bei 20,7 Milliarden Euro.