Lebensmittelpreise

Frühstück in Deutschland wird wieder teurer

Morgenpost Online hat nachgerechnet, wie sich die Inflation am Frühstückstisch auswirkt. Vieles kostet deutlich mehr als 2009.

Steigende Preise allerorten: In den 16 Euro-Ländern ist die Inflation im Juli mit 1,7 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als eineinhalb Jahren geklettert. Das macht sich auch im täglichen Einkauf bemerkbar, wie der Morgenpost Online-Frühstückstisch zeigt. Dieser wird seit 2007 regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt errechnet.

Um den Frühstückstisch zu decken, müssen Konsumenten heute mehr ausgeben als noch vor einem Jahr. Besonders Grundnahrungsmittel wie Butter oder Eier sind deutlich teurer geworden. Andere Produkte, wie etwa Brötchen oder Marmelade sind zwar noch relativ stabil, dürften aber beim Einkauf schon bald stärker zu Buche schlagen.

Preistreiber sind in den meisten Fällen die deutlich gestiegenen Rohstoffkosten. Ungünstige Witterungsverhältnisse setzen vor allem den Obst- und Gemüsebauern zu. Experten befürchten, dass 2010 eines der schlechtesten Erntejahre überhaupt werden könnte. Gleichzeitig sind durch den Boom von Biogas die Anbauflächen für viele Lebensmittel geschrumpft. Bei Importprodukten wie Orangen hat zudem der zeitweise stark fallende Euro für zusätzlichen Preisauftrieb gesorgt. Die ungünstige Entwicklung hat sich noch längst nicht überall voll im Ladenpreis niedergeschlagen, weil Handel und Hersteller oft langfristige Verträge abschließen. Doch die Tendenz weist eindeutig nach oben.