Aufschwung

Dienstleister machen erstes Plus seit der Krise

Die Service-Branche hat zum ersten Mal seit der Wirtschaftskrise wieder ein Umsatzplus erzielt. Davon profitierten auch die Beschäftigten.

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Die deutschen Dienstleister haben im zweiten Quartal ihr erstes Umsatzplus seit Beginn der Wirtschaftskrise geschafft. Die Unternehmen der Service-Branche nahmen 5,3 Prozent mehr ein als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. Es war der erste Zuwachs seit dem Schlussquartal 2008, als nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers die Wirtschaft kollabierte.

Die Unternehmen stellen wegen der gut laufenden Geschäfte zunehmend neue Mitarbeiter ein. Die Zahl der Beschäftigten im Dienstleistungssektor kletterte um 4,0 Prozent und damit das dritte Quartal in Folge. Fast drei Viertel aller Erwerbstätigen in Deutschland sind im Service-Bereich tätig.

Besonders gut liefen die Geschäfte im Bereich Verkehr und Lagerei: Diese Dienstleister erhöhten ihren Einnahmen um 7,8 Prozent. Bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen sowie bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen betrug das Plus jeweils 5,0 Prozent. Im Bereich Information und Kommunikation fiel das Wachstum mit 3,1 Prozent unterdurchschnittlich aus. Die Chancen stehen gut, dass die Dienstleister ihren Aufschwung fortsetzen können. Die Geschäfte zogen im August so stark an wie zuletzt vor drei Jahren, ergab eine Umfrage des Markit-Instituts unter 500 Firmen.