Sex-Vorwürfe

HP-Chef einigt sich mit Frau außergerichtlich

Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung war Mark Hurd zurückgetreten. Jetzt hat er sich mit der Frau außergerichtlich geeinigt.

Der zurückgetretene Hewlett-Packard-Chef Mark Hurd hat Kreisen zufolge eine rechtliche Einigung mit der Frau erzielt, die ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen hatte. Die frühere HP-Subunternehmerin habe zudem zugestimmt, Rechtsansprüche gegen den weltgrößten Computerhersteller fallenzulassen, sagten mit dem Vorgang Vertraute am Samstagabend. „Mark hat die Sache mit der Frau geregelt“, sagte ein Insider. Hurd war für die Stellungnahme nicht zu erreichen, die Anwältin der Frau wollte sich nicht äußern.

Der im Unternehmen beliebte Vorstandschef war am Freitag überraschend zurückgetreten. Eine Untersuchung habe ergeben, dass Hurd eine „enge persönliche Beziehung“ zu einer Geschäftspartnerin eingegangen sei, die auch zu unzulässigen Zahlungen geführt habe, teilte der Konzern mit. Hurd sagte, es habe Fälle gegeben, in denen er sich nicht an die Prinzipien von Vertrauen, Respekt und Integrität gehalten habe. An der New Yorker Wall Street stürzten HP-Aktie am Freitag nachbörslich zehn Prozent ab.

Hurd war seit 2005 Chef von HP. Während dieser Zeit senkte er massiv die Kosten und sorgte dafür, dass sich der Konzern breiter im Dienstleistungsmarkt aufstellte. Dies erreichte er durch Zukäufe, wie den von IT-Dienstleister EDS für knapp 14 Milliarden Dollar. In den fünf Jahren unter Hurd hat sich der Wert der HP-Aktie mehr als verdoppelt.