Berliner Unternehmen

Rewe übernimmt ProMarkt der Gebrüder Wegert

Der zweitgrößte deutsche Handelskonzern Rewe baut sein Geschäft mit Fernsehern und DVD-Geräten aus. Der Kölner Konzern übernimmt von der Berliner ProMarkt Handels GmbH acht Filialen sowie die Markenrechte für den stationären Handel.

Foto: Christian Kielmann

Der Handelsriese löst mit der Übernahme auch das Dilemma, dass es bislang zwei konkurrierende ProMarkt-Ketten gibt. Die eigene ProMarkt-Kette erzielte 2008 ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 540 Millionen Euro. „Zukünftig steht überall ProMarkt draußen dran, wo ProMarkt drin ist“, sagte der Chef der Rewe-Tochter, Matthias von Puttkamer. Sechs eigene Märkte, die aus markenrechtlichen Gründen bisher Komet heißen, würden noch 2009 auf ProMarkt umgestellt. Die Rewe-Kette wachse durch den Zukauf auf insgesamt 65 Filialen.

Die Berliner ProMarkt Handels GmbH ziehe sich aus dem stationären Geschäft zurück und konzentriere sich auf den Online-Handel, sagte deren Geschäftsführer Michael Wegert auf Anfrage der dpa. „Es stehen noch vier Märkte zur Disposition.“ Dazu liefen Gespräche mit der Zentrale von ElectronicPartner (EP) in Düsseldorf und mit einzelnen Mitglieder der Verbundgruppe Expert. Bereits in den vergangenen Jahren seien eine Reihe von Märkten an die Konkurrenz abgegeben worden. Der Hauptteil der Mitarbeiter haben seinen Arbeitsplatz in diesen oder in an gleicher Stelle eröffneten Märkten behalten. Die Planinsolvenz des Berliner Unternehmens stehe kurz vor dem Abschluss, dann sei das Unternehmen aus der Insolvenz heraus.

Nach Angaben von Rewe werden die übernommenen Filialen in Eberswalde, Halberstadt, Cottbus, Bobbau/Wolfen, Bremen, Fulda, Waghäusel und Rendsburg mit insgesamt 150 Mitarbeitern ab Mitte September binnen vier Wochen auf das eigene Konzept umgestellt. Die Online-Marke ProMarkt.de bleibt dagegen bei dem Berliner Unternehmen.