Apple-Geräte

Warnung vor Sicherheitslücke bei iPad und iPhone

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Foto: picture-alliance / Maximilian Sc / dpa

Schwere Panne bei Apple: Deutsche Experten warnen, dass Kriminelle derzeit problemlos die Kontrolle über iPhone, iPad und iPod erlangen können.

Kriminelle können relativ problemlos die Kontrolle über das Kulthandy iPhone des US-Computerbauers Apple übernehmen. Betroffen von zwei kritischen Sicherheitslücken seien auch der populäre Tablet-PC iPad und der Musikspieler iPod touch, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit. Schon das einfach Surfen im Internet oder das Öffnen eines PDF-Dokuments reiche aus, die Geräte mit einem Schadprogramm zu infizieren.

Angreifer erhalten über die Sicherheitslücke laut BSI Zugriff auf das komplette System von iPhone, iPad und iPod touch, und zwar mit Administratorrechten. Dadurch könnten sie etwa vertrauliche Daten wie Passwörter, Terminkalender, E-Mails, SMS und Kontakte auslesen. Auch der Zugriff auf die Kamera sei möglich, das Auslesen des Standortes über den eingebauten GPS-Empfänger oder sogar das Abhören von Gesprächen.




Bislang seien keine konkreten Angriffe bekannt, erklärte das BSI. Die Anleitung für das Ausnutzen der Sicherheitslücke sei aber bereits veröffentlicht. Die Behörde warnt, dass vor allem Geschäftsleute, gerade höhere Manager, Opfer von Angriffen werden könnten.

Betroffen sind laut BSI iPhones mit den Betriebssystem-Versionen iOS 3.1.2 bis 4.0.1, das iOS fürs iPad in den Versionen 3.2 bis 3.2. 1 und der iPod touch mit dem iOS 3.1.2 bis 4.0. Eine Aktualisierung stehe bislang nicht zur Verfügung. Betroffenen Nutzern der Geräte empfiehlt das BSI, PDF-Dateien nicht mehr zu öffnen, weder im Internet noch in E-Mails oder in Miniprogrammen, den sogenannten Apps.

Zudem sollten sie nur auf Internetseiten surfen, die sie als vertrauenswürdig einschätzen. Auch sollten sie Links in E-Mails nur öffnen, wenn sie dem Absender vertrauen.

Apple steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit dem BSI. Man prüfe die mögliche Sicherheitslücke und arbeite an einer Lösung, sagte ein Sprecher Morgenpost Online.