Tarifeinigung

Klinikärzte bekommen zwei Prozent mehr Gehalt

Einigung im Tarifstreit: Die Klinikärzte erhalten zwei Prozent mehr Gehalt plus eine Einmalzahlung. Damit sind auch die Streiks beendet.

Foto: dpa

Der Tarifstreit zwischen den Ärzten an den kommunalen Krankenhäusern und den Arbeitgebern ist beigelegt. Beide Seiten verständigten sich nach Angaben eines Sprechers der Gewerkschaft Marburger Bund auf eine Gehaltssteigerung für die rund 55.000 Mediziner. Die seit mehr als drei Wochen andauernden Streiks, von denen bundesweit rund 220 Kliniken betroffen waren, würden sofort ausgesetzt.

Nach Angaben aus Verhandlungskreisen sollen die Ärzte rückwirkend zum 1. Mai zwei Prozent mehr Gehalt bekommen. Zusätzlich gibt es eine Einmalzahlung von 400 Euro. Außerdem sollten die Entgelte für Bereitschaftsdienste erhöht werden. Der Vertrag habe eine Mindestlaufzeit bis zum 31. August 2011. Vorausgegangen war dem Kompromiss eine 23-stündige Verhandlungsrunde.

Der Marburger Bund hatte für die Ärzte ursprünglich eine Gehaltssteigerung um durchschnittlich fünf Prozent gefordert. Die Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) waren im April gescheitert. Durch die Streiks war es zum Teil zu erheblichen Wartezeiten für Patienten bei aufschiebbaren medizinischen Eingriffen gekommen.