Emirates-Order

ILA beginnt mit Megaauftrag für Airbus A380

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In Schönefeld hat Deutschlands größte Luftfahrtmesse begonnen - und zwar mit einem riesigen Geschäft. Die arabische Fluggesellschaft Emirates ordert 32 Superjumbos vom Typ Airbus A380 für rund 11 Milliarden Euro. Aber auch deutsche Airlines haben Bedarf.

Die Fluggesellschaft Emirates hat bei Airbus 32 Maschinen des weltgrößten Verkehrsflugzeugs A380 gekauft. Der Auftrag hat nach Listenpreis einen Buchwert von rund elf Milliarden Dollar. Emirates gab das Geschäft auf der internationalen Berliner Luftfahrtausstellung ILA bekannt. Airbus hatte sich dieses Jahr den Verkauf von 20 A380 zum Ziel gesetzt.

Bereits bisher war Emirates mit 58 Bestellungen größter A380-Kunde. Zur ILA hatte die Fluggesellschaft vom Persischen Golf ihre zehnte Maschine übernommen. Die Deutsche Lufthansa hatte mit dem Transport der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach Südafrika ihre erste Maschine in Betrieb genommen.

Bisher sind 30 A380 weltweit im Einsatz. Sie haben bei 140.000 Flugstunden fünfeinhalb Millionen Passagiere transportiert. Die Auslastung der Großflugzeuge mit 525 Plätzen in der Standardausführung ist dabei deutlich höher als bei anderen Maschinen.

Allerdings liegt die Produktion wegen Problemen in Hamburg bei der Verkabelung der Kabine um mehrere Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Die Fertigungsprobleme sind laut Airbus aber jetzt überwunden und die A380-Produktion soll in diesem Jahr auf 20 verdoppelt werden.

Deutsche Airlines setzen auf den A380

Alleine die deutschen Fluggesellschaften werden nach Einschätzung von Airbus in den nächsten 20 Jahren 90 bis 100 Großflugzeuges der Typen A380 oder B747 kaufen. Insgesamt benötige Deutschland in dem Zeitraum rund 1150 neue Verkehrsflugzeuge für 144 Milliarden Dollar, sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy am Dienstag auf der ILA. Darunter sind alleine fast 800 Mittelstreckenmaschinen der A320/B737-Klasse mit nur einem Mittelgang. Diese „kleinen“ Maschinen mit 100 bis 200 Sitzen sichern den beiden Herstellern Airbus und Boeing das Hauptgeschäft.

"Deutschland wird bei der Auslieferung von Flugzeugen auf Platz drei in der Welt sein“, sagte Leahy. Die Lufthansa, die gerade ihre erste A380 erhalten hat, werde ihre führende Position ausbauen. Trotz der bisher schwersten Krise des Luftverkehrs ist der Flugverkehr in Deutschland im abgelaufenen Jahrzehnt um gut ein Drittel gewachsen. Dabei nahm der Flugverkehr nach Nah- und Mittelost um 180 Prozent zu. Der China-Verkehr wuchs laut Leahy um 117 Prozent und der Indienverkehr um 131 Prozent.

Leahy sieht in dem Trend eine Bestätigung für die A380, die für den Verkehr zwischen großen Drehkreuzen konzipiert ist. „Der Flugverkehr läuft über Verkehrsknotenpunkte“, sagte er. „Mehr als 90 Prozent des Lufthansa-Verkehrs geht über die Drehkreuze Frankfurt am Main und München.“

Von den 20 weltgrößten Fluggesellschaften haben bereits elf die A380 bestellt.