Automobilbranche

Opel-Betriebsrat gründet seine eigene Firma

Die Opel-Beschäftigten werden in einer Aktiengesellschaft zusammengefasst. So kann die im Opel-Rettungskonzept vorgesehene zehnprozentige Beteiligung der Belegschaft verwaltet werden. Wenn sich andere Standorte anschließen, ist die Gründung einer Europäischen Aktiengesellschaft geplant.

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Der Opel-Betriebsrat will mit einer eigenen Firma in die Verhandlungen über eine Mitarbeiterbeteiligung an einer neuen unabhängigen Opel-Gesellschaft gehen. „Der Gesamt- und Konzernbetriebsrat der Adam Opel GmbH hat in seiner heutigen Sitzung einstimmig den Beschluss gefasst, eine Aktiengesellschaft zu gründen“, teilte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Freitag in Rüsselsheim mit.

Diese Gesellschaft solle im Rahmen des angestrebten Restrukturierungsprozesses bei Opel nicht nur über die Beteiligung der Arbeitnehmer verhandeln, sondern auch langfristig „den Beitrag der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen verwalten“. Die Beschäftigten sollten über die Gesellschaft „mittelbar an „New Opel“ beteiligt werden“, teilte Franz mit.

Die Organe der Mitarbeiter-Aktiengesellschaft sollen mit den juristischen Beratern des Betriebsrates sowie mit Arbeitnehmervertretern aller Opel-Standorte besetzt werden. Das Konzept des im Moment wahrscheinlichsten Investors Magna sieht neben einer Beteiligung von GM, der russischen Sberbank und des russischen Autoherstellers GAZ auch eine zehnprozentige Beteiligung der Belegschaft vor.

Mit diesem Modell werde „in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein gänzlich neuen Weg beschritten, um die Mitarbeiter an der Chance des Neubeginns entsprechend ihrem Sanierungsbeitrag angemessen zu beteiligen“, sagte Franz. Sollten sich andere europäische Standorte diesem Konzept anschließen, sei die Umwandlung der AG in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) vorgesehen.