Designwettbewerb

Primitives Strichmännchen prangt auf Euro-Münze

Ein primitives Strichmännchen soll den EU-Bürgern ihre Vorbehalte gegen den „Teuro" nehmen. Die EU-Kommission stellte in Brüssel den siegreichen Entwurf für eine Zwei-Euro-Sondermünze vor, die im kommenden Januar zur Feier des zehnten Jahrestags der Wirtschafts- und Währungsunion herauskommen soll.


Über 140.000 Europäer haben nach Angaben der EU-Kommission das Design einer für das kommende Jahr geplanten Euro-Gedenkmünze mitbestimmt. Die Online-Abstimmung gewann der griechische Künstler George Stamatopoulos, für dessen Entwurf 41 Prozent der Teilnehmer votierten.


Sein Motiv, ein Strichmännchen neben einem handgemalten Euro-Zeichen, wird im kommenden Jahr auf rund 90 Millionen Zwei-Euro-Stücken in der gesamten EU erscheinen. Die Rückseite des Geldstücks zeigt im Stil einer Höhlenzeichnung ein Strichmännchen, das ein Euro-Symbol vor sich herschiebt.


Das „absichtlich primitive“ Design versinnbildlicht nach Angaben der EU-Kommission „den Euro als die letzte Etappe langer Handelsbeziehungen zwischen den Menschen – vom prähistorischen Tauschhandel bis hin zur Wirtschafts- und Währungsunion“. Am 1. Januar 2009 jährt sich die Einführung des Euros als Buchgeld zum zehnten Mal.