So funktioniert das

Direktversicherung – durch "Protektor" geschützt

Die gute Nachricht zuerst: Die Betriebsrenten in Deutschland sind vergleichsweise gut abgesichert. Doch viele Unternehmen werden den Rentnern in den kommenden Jahren die Anpassung an die Inflationsrate verweigern. Morgenpost Online erklärt, welche Art Firmenrente besonders geschützt ist.

Die Direktversicherung als betriebliche Altersversorgung ist ein vergleichsweise unkomplizierter Durchführungsweg, der vor allem bei kleineren Firmen sehr beliebt ist. In diesem Fall schließt der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer einen Vertrag mit einer Versicherung ab. Da es sich um Gruppenverträge handelt, schlagen in der Regel geringere Abschlusskosten zu Buche.

Der Arbeitnehmer kann bei diesem Durchführungsweg im Jahr 2592 Euro steuer- und sozialabgabenfrei in seinen Vertrag einzahlen. Wer mehr in seine Altersvorsorge investieren möchte, kann zu den 2592 Euro weitere 1800 Euro steuerfrei einzahlen. Auf diesen Betrag werden dann jedoch Sozialabgaben fällig. Im Alter müssen Betriebsrentner die kompletten Auszahlungen versteuern - und zwar ganz gleich, ob sie zu Beginn des Ruhestands eine Kapitalsumme oder eine lebenslange Rente erhalten.

Zudem müssen gesetzlich Versicherte auf die Auszahlungen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge entrichten. Sollte die Versicherung insolvent sein, springt die Auffanggesellschaft der Versicherungswirtschaft, Protektor, ein. Sollte diese Absicherung nicht halten, muss in letzter Instanz der Arbeitgeber für die Rentenanwartschaften seiner Mitarbeiter gerade stehen.

Hinzu kommt: Den Arbeitnehmern wird derzeit von den Versicherungsgesellschaften eine Verzinsung ihrer Einzahlung in Höhe von 2,25 Prozent garantiert. Im Zuge der Krise werden viele Versicherer die Überschussbeteiligung den niedrigeren Renditen am Kapitalmarkt anpassen und entsprechend absenken. "Rentenanwärter sollten aus Gründen der Vorsicht daher nur mit dem Garantiezins rechnen", rät Uwe Saßmannshausen.