Konjunktur

Neue IWF-Prognose sieht weltweit mehr Wachstum

Der Internationale Währungsfonds hat seinen neuen globalen Wirtschaftsausblick veröffentlicht. Die IWF-Forscher zeigen sich zuversichtlicher als noch vor einem halben Jahr. Vor allem in Deutschland wird es kommendes Jahr wieder deutlich vorangehen. Der größte weltweite Wachstumsimpuls kommt jedoch aus Asien.

Der Internationale Währungsfonds sieht die Entwicklung der deutschen und der globalen Wirtschaft inzwischen erheblich zuversichtlicher als noch zur Mitte des Jahres. Für die Weltwirtschaft sagte der IWF am Donnerstag in seinem neuen Ausblick im laufenden Jahr einen Rückgang von 1,1 Prozent voraus.

Im nächsten Jahr sollte diese dann bereits wieder von einem kräftigen Wachstum von 3,1 Prozent abgelöst werden. Diese Zahlen fallen mit 0,3 Prozentpunkten in diesem Jahr und 0,6 Prozentpunkten im nächsten Jahr deutlich positiver aus als bei der letzten IWF-Prognose im Juli.

Um jeweils knapp einen Prozentpunkt günstiger sind sogar die neuen Zahlen für Deutschland. Das Minus werde 2009 dennoch mit 5,3 Prozent eines der höchsten unter den großen Industrieländern sein. Für das kommende Jahr erwartet der Fonds aber nicht mehr ein Minus von 0,6 Prozent, sondern ein Plus von 0,3 Prozent.

Die Wirtschaftsleistung der USA, lange die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft, wird nach der neuen IWF-Prognose um 2,7 Prozent in diesem Jahr einbrechen, im nächsten Jahr aber mit 1,5 Prozent wieder auf Wachstumskurs liegen.

In der Euro-Zone dürfte der Einbruch demnach im laufenden Jahr 4,2 Prozent erreichen. Doch wie in Deutschland werde auch hier 2010 ein Mini-Wachstum von 0,3 Prozent zu verzeichnen sein. Der größte Wachstumsimpuls für die globale Wirtschaft dürfte dem Fonds zufolge mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent im laufenden Jahr und von neun Prozent im nächsten Jahr erneut aus China kommen.