Verbrechen

Münchner Manager starb im Kugelhagel

Der Münchner Banker, dessen Leiche in einem Transporter entdeckt wurde, ist offenbar beim Verkauf seines Autos getötet worden. Die Obduktion des 36-Jährigen ergab, dass er regelrecht hingerichtet wurde – bis zu 13 Schüsse gab der Schütze auf den Familienvater ab. Der Mann wollte seinen 90.000-Euro-Audi verkaufen

Der in München getötete 36 Jahre alte Manager ist von den Tätern mit mehreren Schüssen umgebracht worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden zehn bis 13 Schüsse auf den Mann abgefeuert.

Die Leiche des seit Donnerstag vermissten Investmentexperten wurde am Samstag in einem abgestellten Transporter im Münchner Stadtteil Laim gefunden. Bereits am Samstagmittag wurden zwei 40 und 54 Jahre alte Tatverdächtige am Münchner Hauptbahnhof festgenommen, gegen die beiden erging am Sonntag Haftbefehl. Den Ermittlungen zufolge steht die Tat im Zusammenhang mit dem vom Opfer beabsichtigten Verkauf seiner Luxuslimousine.

Der Transporter, in dem der Erschossene entdeckt wurde, gehört laut Münchner "Abendzeitung" einem der Verdächtigen. Bei den Festgenommenen soll es sich dem Bericht zufolge um zwei Männer deutscher und mazedonisch-bulgarischer Herkunft handeln.

Wie die Polizei weiter mitteilte, hatte sich der 36-jährige Vater zweier Kinder am Donnerstagvormittag zu einem Verkaufstermin verabredet. Der Manager wollte vor seinem Umzug in die USA über das Internet seinen zehn Monate alten Audi A8 Quattro im Wert von 90.000 Euro verkaufen. Als er von dem Verkaufstermin nicht zurückkehrte, meldete seine Frau ihn als vermisst. Die Limousine war in der Nähe des abgestellten Transporters geparkt.

Am Sonntag wurde im oberbayerischen Weilheim noch ein weiterer 46 Jahre alter Verdächtiger festgenommen, der ebenfalls an dem Autoverkauf beteiligt gewesen sein soll.

Er wurde aber wenige Stunden später wieder freigelassen, da sich der Verdacht nicht bestätigte. Weitere Einzelheiten zur Tat sowie möglichen weiteren Mittätern wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen am Montag nicht bekannt geben.