US-Notenbank

US-Notenbank lässt Zinssatz nahe Null

Die US-Notenbank lässt den Zinssatz unverändert bei nahe Null, wie nach Abschluss einer zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses mitgeteilt wurde. Die Führung der Zentralbank erklärte ferner, sie werde alles in ihrer Macht stehende tun, um die Finanzkrise zu überwinden.

Die US-Notenbank belässt angesichts der anhaltenden Rezession den Leitzins unverändert auf seinem historischen Tiefststand von 0 bis 0,25 Prozent. Dies werde auch noch eine Weile so bleiben, erklärte die Notenbank am Mittwoch nach Abschluss einer zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses.

Die Wirtschaftstätigkeit habe sich weiter abgeschwächt, stellte die Führung der Federal Reserve (Fed) fest. Die Notenbank werde alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um die Krise zu überwinden, hieß es weiter.


Die Fed hatte den Leitzins in den USA Mitte Dezember auf eine Spanne von von 0 bis 0,25 Prozent gesenkt. Es galt vor dem Hintergrund der schmerzhaften Rezession und der bevorstehenden Entscheidungen von Präsident Barack Obama und des Kongresses über ein Hilfspaket von 825 Milliarden Dollar an höheren Staatsausgaben und Steuersenkungen als sicher, dass die Fed die Zinsen auf diesem Niveau belässt. Ökonomen sagen voraus, dass dies sogar das ganze Jahr 2009 der Fall sein dürfte.


Seit Ausbruch der Kredit- und Finanzkrise im Sommer 2007 hat die Fed immer neue Programme zu deren Eindämmung aufgelegt. Ihre Bilanzsumme ist von knapp 900 Milliarden Dollar im September 2008 auf 2,05 Billionen Dollar in die Höhe geschossen.

Die Zentralbank ist willens, alle möglichen Mittel gegen die Krise ins Gefecht zu führen. Sie ist sich aber auch bewusst, dass es Gefahren gibt: Noch mehr Geld der Steuerzahler wird möglicherweise riskiert, der Samen für eine künftige Inflation gelegt, und unter Umständen werden auch riskante Geschäfte von Unternehmen begünstigt, die sich darauf verlassen, der Staat werde ihnen schon beispringen, wenn es schiefgeht.

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