Steuern und Beiträge

Das ändert sich im kommenden Jahr

Auf Bürger und Unternehmen kommen 2009 eine Fülle von Gesetzesänderungen zu. Erben und Eltern, Arbeitslose und Aktien-Anleger: Sie alle müssen sich auf neue Spielregeln einstellen. Wer sich schon vorher informiert, ist klar im Vorteil. Morgenpost Online zeigt die wichtigsten Neuerungen.

Auch das Jahr 2009 bringt den Bürgern wieder eine Reihe gesetzlicher Änderungen – mit Belastungen und Entlastungen. Zu den wichtigsten Änderungen gehören ab 1. Januar die neue Besteuerung von Erbschaften und die Abgeltungsteuer auf Zinsen und Dividenden.

Die Beitragsätze für Kranken- und Arbeitslosenversicherung ändern sich. Für die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen gilt vom kommenden Jahr an ein einheitlicher Beitragssatz von 15,5 Prozent des Bruttoverdiensts. Für neun von zehn Mitgliedern steigt damit der Beitrag.


Bei grenzübergreifenden Mahnverfahren wird einiges einfacher – zumindest innerhalb der Europäischen Union. So können Firmen und Privatpersonen innerhalb der EU Forderungen leichter geltend machen. Einheitliche gerichtliche Verfahren sollen für mehr Rechtssicherheit sorgen.

Außerdem wird es für qualifizierte Ausländer einfacher, einen Job in Deutschland zu bekommen. Wer mehr als 63.600 Euro an Einkommen erzielt, dem winkt die Greencard.

Bitter wird es für Anleger in Aktien und Fonds: Denn die Abgeltungssteuer ist nicht mehr aufzuhalten. Sie wird direkt von den Banken auf Zinsen, Dividenden und Kurse abgeführt. Der Steuersatz beträgt 25 Prozent, dazu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Staatlich geförderte Vorsorgeanlagen, wie die Riester-Rente, unterliegen der Steuer allerdings nicht, ebenso wenig bestimmte Lebensversicherungen.