Steuern

Arbeitnehmer können Bewirtung voll absetzen

Wer Gäste im Namen seines Arbeitgebers bewirtet, kann die Kosten dafür voll von der Steuer absetzen. Das hat der Bundesfinanzhof in München entschieden. Somit gilt die Beschränkung von 70 Prozent für betriebliche Bewirtungen in diesen Fällen nicht.

Arbeitnehmer, die im Namen ihrer Firma Gäste bewirten, können die Kosten in voller Höhe steuerlich geltend machen. Dabei müssen sie auch nicht die Namen der bewerteten Personen angeben, heißt es in einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) in München (Az: VI R 48/07).


Damit gaben die obersten Finanzrichter einem ehemaligen Bundeswehrgeneral Recht. Zu seinem Abschied in den Ruhestand gab es einen großen Empfang im Offiziersheim. Die Gäste aßen und tranken für gut 1000 Euro, die Bundeswehr hatte aber nur gut 600 Euro für das Fest bereitgestellt. Der scheidende General ließ sich nicht lumpen und zahlte die fehlenden 400 Euro aus eigener Tasche.


Wie nun der BFH entschied, kann der Ex-General diese Ausgaben in voller Höhe als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Die für betriebliche Bewirtungen geltende Beschränkung auf 70 Prozent gelte nicht, wenn eigentlich der Arbeitgeber der „Gastgeber“ ist, ohne freilich die Kosten voll zu übernehmen. Auch müsse er nicht die Namen der Gäste angeben. Übernehme ein Arbeitnehmer Bewirtungskosten für seinen Arbeitgeber, dann reiche es aus, den beruflichen Anlass glaubhaft zu machen, urteilte der BFH.