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Messenger-Dienst WhatsApp will ab 2019 Werbung schalten

Strikte Werbefreiheit gehört bislang zu den Grundsätzen von WhatsApp. Damit soll bald Schluss sein, wie nun mehrere Medien berichten.

Das sind vier Alternativen zu WhatsApp

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Schluss mit werbefrei: Bei WhatsApp sollen demnächst auch Anzeigen geschaltet werden.

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Foto: Dado Ruvic / REUTERS

Berlin.  WhatsApp öffnet sich für Werbung. Vom kommenden Jahr will der Messenger-Dienst Reklamebotschaften schalten. Dies berichten mehrere Medien, darunter das „Wall Street Journal“.

Die Werbebotschaften, so wird berichtet, sollen fürs Erste nur im „Status“ erscheinen – das sind jene Texte und Fotos, die WhatsApp-Nutzer für die Dauer von 24 Stunden veröffentlichen können. In oder zwischen privaten Chats soll es demnach vorerst keine Werbung geben.

Der „Status“ bei WhatsApp ist in etwa vergleichbar mit den „Stories“ bei Facebook und Instagram. Rund 450 Millionen Menschen nutzen derzeit die Funktion. Aber: Wie es in den Berichten heißt, sollen WhatsApp-Nutzer die Wahl haben, ob sie die Werbebotschaften von Unternehmen sehen wollen – oder lieber darauf verzichten.

WhatsApp soll für Facebook endlich Geld verdienen

WhatsApp gehört – wie auch Instagram – zum Facebook-Imperium. Dessen Boss Mark Zuckerberg kaufte WhatsApp 2014 für rund 19 Milliarden Euro. Der Dienst gehört mit rund 1,5 Milliarden Nutzern, die Tag für Tag etwa 60 Milliarden Nachrichten verschicken, zu den größten sozialen Netzwerken im weltweiten Web. Allerdings zählt WhatsApp im Hause Facebook nicht zu den Profitbringern.

Das Schalten von Werbung bedeutet für WhatsApp einen Kulturbruch. Die Whatsapp-Gründer Jan Koum und Brian Acton hatten sich in der Vergangenheit immer wieder gegen einen Finanzierung des Dienstes durch Werbung ausgesprochen. Sie haben aber inzwischen das Unternehmen verlassen.

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Weil aber Facebook selbst zuletzt die Grenzen des Wachstum erreicht zu haben schien und in immer mehr Ländern von staatlichen Regulierungen eingeschränkt wird, sind viele Investoren skeptisch geworden. Die Facebook-Aktie erlebte zuletzt an der Börse einen regelrechten Einbruch. Somit wächst der Druck auf die Facebook-Tochter WhatsApp, endlich Geld in die Kassen zu spülen. (W.B.)