Router

USA und Großbritannien werfen Russland Cyberattacke vor

Immer wieder versuchen Hacker Router für künftige Angriffe zu manipulieren. Dies werfen die USA nun einer russischen Hacker-Gruppe vor.

Russische Hacker sollen einen Angriff auf Router weltweit gestartet haben.

Russische Hacker sollen einen Angriff auf Router weltweit gestartet haben.

Foto: Oliver Berg / dpa

Washington.  Die USA und Großbritannien vermuten russische Hacker hinter einem weltweiten Angriff auf Router. Die Angreifer sollen von der russischen Regierung unterstützt werden, hieß es von britischer und amerikanischer Seite. Die USA teilten mit, dass die eigenen Erkenntnisse aus Berichten aus der Europäischen Union, Großbritannien und Australien resultierten.

Ziel der Hacker sollen Router gewesen sein. Die Geräte sind dafür zuständig, Datenpakete in verschiedene Netzwerke weiterzuleiten – so auch bei Endverbrauchern. Die Geräte sind die Schnittstelle zwischen den Netzwerken von Dienstanbietern und den Heim- und Firmennetzwerken.

Nach dem Angriff könnten in Zukunft weitere Cyberangriffe gestartet werden, erklärten die Behörden weiter. In der Vergangenheit hatten Hacker immer wieder Router angegriffen, um diese für spätere Angriffe vorzubereiten. Im Ernstfall würden die Geräte dann zusammen einzelne Ziele angreifen und könnten so Rechner oder Netzwerke durch gleichzeitig erfolgende Anfragen lahmlegen.

Die Hacker hätten beim aktuellen Angriff Regierungsstellen, wichtige Infrastruktur-Einrichtungen und Unternehmen ins Visier genommen. Die Behörden kündigten eine gemeinsame Erklärung mit Ratschlägen an, wie dem Angriff begegnet werden könne. (rtr/dpa/ac)

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