Hotspots

22.000 WLAN-Nutzer verpflichten sich zum Toilettenputzen

WLAN-Nutzer sollten sich die Bedingungen genau ansehen: 22.000 Menschen in Großbritannien gingen ungewöhnliche Verpflichtungen ein.

Öffentliche WLAN-Hotspots werden gern genutzt, die Nutzungsbedingungen lesen sich aber nur die Wenigsten durch. (Symbolbild)

Öffentliche WLAN-Hotspots werden gern genutzt, die Nutzungsbedingungen lesen sich aber nur die Wenigsten durch. (Symbolbild)

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Manchester.  Mehr als 22.000 Menschen in Großbritannien haben sich dazu verpflichtet, im Gegenzug für eine WLAN-Nutzung jeweils 1000 Stunden gemeinnützige Arbeit zu verrichten. Der Anbieter Purple, der auf WLAN-Lösungen für größere Unternehmen wie Freizeitparks und Restaurantketten spezialisiert ist, hatte in seine Nutzungsbedingungen eine entsprechende Klausel eingebaut. Dies berichtet das Unternehmen auf seiner Webseite.

So haben sich die WLAN-Nutzer mit ihrem Login etwa dazu verpflichtet, Tierkot aus Parks zu entfernen, verstopfte Abwasserkanäle und Festival-Toiletten zu reinigen. Zudem stimmten die Nutzer zu, streunende Hunde und Katzen zu umarmen sowie Schnecken-Häuser zu bemalen, um "ihrer Existenz Glanz zu verleihen".

Purple will Verbraucher sensibilisieren

Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist ein Experiment des Unternehmens. Purple wollte mit dieser Aktion auf das Thema Verbraucher-Bewusstsein aufmerksam machen. "WLAN-Nutzer sollten die Nutzungsbedingungen lesen, wenn sie sich in ein Netzwerk einloggen. (...) Unser Experiment zeigt, dass es nur allzu einfach ist, einen Haken zu setzen und unfairen Bedingungen zuzustimmen", sagt Purple-Chef Gavin Wheeldon.

Purple hatte zuvor offenbar einen Preis für diejenigen ausgelobt, die sich bei dem Unternehmen über die merkwürdigen Nutzungsbedingungen beschweren, wie das Tech-Portal Gizmodo berichtete. Nur einer von 22.000 Nutzern habe den Kundenservice kontaktiert. Purple versprach, die 22.000 Menschen nicht zum Toilettendienst zu verdonnern. (br)

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