Prisma Foto-App

Kult-App Prisma leitet laut AGBs Daten an Dritte weiter

Keine andere App ist in Apples Store aktuell so beliebt wie Prisma. Sie verwandelt Fotos in tolle Gemälde, wirft aber auch Datenschutzfragen auf

Der VW der Funke Digital in Berlin Mitte sieht mit diesem Filter gleich noch besser aus als in Wirklichkeit

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Foto: Prisma

Berlin. Prisma ist aktuell in aller Munde bzw. auf jedem Facebook-, Twitter- oder Instagram-Profilbild zu sehen. Denn Hundertausende User haben die Foto-App bereits installiert, um ihre iPhone-Schnappschüsse zu einem Gemälde werden zu lassen. Jetzt kommen aber vermehrt Fragen zum Datenschutz auf.

Laut der Datenschutzerklärung der App, die es nur auf Englisch gibt, können Daten wie Log-Dateien, Geodaten und weitere Informationen an Dritte weitergegeben werden. Ausdrücklich weist der Anbieter auch darauf hin, dass die Daten an Werbentreibende weitergeleitet werden - um den Nutzern personalisierte Werbung zukommen zu lassen. Fraglich ist zudem, wie lange Prisma die Daten ihrer Nutzer speichert und was letztendlich mit den Fotos geschieht.

Zu den Investoren der App Prisma gehört die „Mail.ru“-Gruppe, die auch das russischsprachige soziale Netzwerk „VKontakte“ betreibt.

So funktioniert die App Prisma

Einfach formuliert wandelt Prisma Fotos in komplexe Kunstwerke um, in dem sie ein ganz neues Bild zeichnet. Es wird also nicht nur ein Filter über das Foto gelegt wie es andere Anwendungen tun. Und die Gemälde, die man erhält, sind sehr beeindruckend. Der App gelingt es wirklich, Fotos aus der eigenen Mediathek im Stile bekannter Künstler wie Piet Mondrian, Vincent van Gogh oder Wassiliy Kandinsky nachzuzeichnen.

Aktuell ist die Foto-App nur für iOS erhältlich. Sie ist kostenlos in Apples Store zu erhalten.