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Falschmeldung von Terroranschlag in Berlin lockt in Abofalle

Falschmeldungen auf Facebook häufen sich: Ein aktuelles Beispiel lockt Nutzer mit einer Meldung über einen angeblichen Terroranschlag in Berlin.

Falschmeldungen auf Facebook häufen sich: Ein aktuelles Beispiel lockt Nutzer mit einer Meldung über einen angeblichen Terroranschlag in Berlin.

Foto: blickwinkel / imago/blickwinkel

Auf Facebook häufen sich Falschmeldungen, die Nutzer in so gennante Abofallen locken. Ein aktuelles Beispiel spielt mit der Terrorangst.

Berlin.  Mit dramatischen Fake-Meldungen versuchen Kriminelle die Nutzer von sozialen Netzwerken in sogenannte Abofallen zu locken. Neuestes Beispiel: eine fingierte Nachricht über einen angeblichen Terroranschlag am Berliner Flughafen. Wer dem Link folgt, wird auf eine Pornoseite umgeleitet, wie der gemeinnützige Verein „Mimikama“ berichtet. Die Betrüger geben sich als der Sender n-tv aus.

Klickt ein Smartphone-Nutzer auf die Verlinkung, erhält er nach wenigen Sekunden eine SMS und hat laut „Mimikama“ ein Abo abgeschlossen. Wer am Desktop-Computer dem Link folgt, wird zu einem Gewinnspiel geleitet, das Daten sammelt.

Drittanbieter-Sperre schützt vor Gefahr

Ähnliche Fälle tauchen bei Facebook immer wieder auf. So versuchten Betrüger erst vor einigen Wochen mit einer Meldung über einen „Horror-Crash“ von Schauspieler Til Schweiger Nutzer in die Abofalle zu locken. Diese Falle war als „Bild.de“-Geschichte getarnt. „Die Betrüger fragen sich: Wer springt worauf an? Daher passen sie ihre Maschen regelmäßig an“, sagte Eva Klaar, Rechtsberaterin von der Verbraucherzentrale aus Berlin.

Schützen können sich Smartphone-Nutzer am besten mit einer sogenannten Drittanbieter-Sperre. Diese kann beim Mobilfunk-Anbieter beantragt werden. Sie verhindert, dass jemand anderes als der Anbieter selbst über die Mobilfunkabrechnung abrechnen kann. (les/ang)