Verstorbener Apple-Chef

Steve Jobs beriet Facebook-Gründer Mark Zuckerberg

Voll des Lobes ist der verstorbene Apple-Chef für Facebook, nicht aber für Google. Ex-Chef Schmidt will sich dazu aber nicht äußern.

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat Management-Ratschläge vom kürzlich verstorbenen Apple-Chef Steve Jobs bekommen. Es sei zum Beispiel darum gegangen, wie man sich auf das Wesentliche konzentriert, wenn eine Firma immer größer wird, erzählte Zuckerberg in einem beim amerikanischen TV-Sender PBS ausgestrahlten Interview.

Er habe mit Jobs darüber gesprochen, dass es in einem Unternehmen nicht nur um Gewinne, sondern auch um eine Mission gehen müsse. So wie Apple seinen Kunden bestmögliche Produkte bieten wolle, sei es die Mission von Facebook, als Online-Netzwerk die Menschen miteinander zu verbinden, sagte Zuckerberg.

Apple und den weltgrößten Online-Einzelhändler Amazon sieht Zuckerberg als Verbündete. „Wir führen eine Menge Gespräche mit Leuten bei beiden Unternehmen und versuchen herauszufinden, wie wir mehr gemeinsam machen können.“

Mit Google sei das Verhältnis anders. Der Internet-Konzern sei mehr auf Wettbewerb aus und versuche, „seine eigene kleine Version von Facebook zu bauen“, sagte Zuckerberg mit Blick auf das Konkurrenz-Netzwerk Google+.

Der Internet-Konzern hat in seinem vor wenigen Monaten gestarteten Sozialen Netzwerk bisher 40 Millionen Mitglieder, seit Montag können auch Unternehmen und Organisationen dort Seiten einrichten.

Auch Jobs hatte seinerzeit gute Worte für Zuckerberg übrig . Seinem Biografen Walter Isaacson erzählte der Apple-Gründer, er bewundere Zuckerberg dafür, dass dieser auch hohe Kaufangebote ausgeschlagen habe, um sein Unternehmen selber weiterzuentwickeln. Jobs habe nie angeboten, Facebook zu kaufen, sagte Zuckerberg jetzt im TV-Interview des Talkmasters Charlie Rose.

Google-Chef Schmidt trauert um Steve Jobs

Der Google-Vorsitzende Eric Schmidt trauert um Steve Jobs , hat sein Unternehmen aber gegen Vorwürfe des langjährigen Apple-Chefs verteidigt, der Internet-Gigant habe sich bei seiner Smart-Phone-Software Android beim iPhone bedient.

Schmidt sagte in Seoul, er sei noch immer „sehr traurig und erhole sich von dem Gefühl des Verlustes“, das der Tod von Jobs im vergangenen Monat bei ihm ausgelöst habe.

Er halte es daher nicht für richtig, sich zu Vorwürfen Jobs’ zu äußern, die in der Biographie von Walter Issacson nachzulesen sind. Schmidt sagte, die meisten Leute würden im allgemeinen der Aussage zustimmen, Google sei ein großer Innovator.