Apple-Computer

Macbook Air kommt mit Turboschnittstelle

Stromsparende Prozessoren, die Schnittstelle Thunderbolt und Leucht-Tastatur: Apple hat seine Macbook-Air-Serie zum Start des neuen Betriebssystems Lion aufgemotzt.

Mit dem Start des Apple-Betriebssystems OS X Lion hat Technologiekonzern Apple auch gleich sein Notebook-Lineup sowie den Miniaturrechner Mac Mini aktualisiert: Erstmals gibt es die ultraschlanken Macbooks der Air-Serie mit Intels neuen, extra stromsparenden Core-I5-Prozessoren und Apples neuer, superschneller (und superteurer - ein Kabel kostet 50 Euro) Schnittstelle Thunderbolt.

Die Bildschirmgrößen bleiben mit 11 und 13 Zoll gleich, neu ist außerdem eine beleuchtete Tastatur. Als Ergänzung zum kleinen Bildschirm der Air-Macbooks hat Apple auch noch ein passendes Thunderbolt-Display herausgebracht - der 27-Zoll-Led-Bildschirm mit 2560 x 1440 Bildpunkten lässt den Nutzer die kleinen Schwächen eines daneben gefühlt briefmarkengroßen 11-Zollbildschirms schnell vergessen.

Das Display ist dank des neuen Standards so gut ins Apple-Ökosystem integriert, dass es eine Dockingstation für die mit nur einem USB-Anschluss sehr mager ausgestatteten Airs ersetzt. Es liefert nicht nur Strom für den Laptop und übernimmt dessen Bildschirminhalt in Groß, sondern gibt ihm auch Zugang zu drei weiteren USB-Ports, den im Display eingebauten Stereolautsprechern, der Webcam sowie einem weiteren Thunderbolt-Port im Displayrahmen.

Auch der MacMini profitiert von Thunderbolt, bekommt zudem die schnelleren Prozessoren. Alle drei neuen Rechner werden ausschließlich mit dem neuen Betriebssystem Lion ausgeliefert, das mit seiner an das Mobilbetriebssystem iOs angelehnten Benutzeroberfläche wie gemacht für die kleinen Bildschirme der Air-Serie erscheint.

Mit der Neuerung verteuert sich zugleich der Einstieg in die mobile Mac-Welt leicht, denn die Produktmanager in Cupertino haben still und leise die Standard-Macbooks mit dem weißen Plastik-Gehäuse dem Programm gestrichen.

Die waren zuletzt zu Preisen deutlich unter 900 Euro gehandelt worden, Einstiegspreis für das Macbook Air mit 11-Zoll-Bildschirm ist nun 949 Euro, die Spanne reicht bis zu 1499 Euro für das 13-Zoll Modell mit 256 GB Flash-Speicherplatte (SSD).

Die neuen Macbooks in Kombination mit Lion könnten Apples zuletzt etwas langsamer gewachsenes PC-Geschäft wieder anheizen, und werden rechtzeitig zum Semesterstart als Studenten-Notebooks vermarktet – deren Budget dürften sie jedoch in den meisten Fällen glatt sprengen.

Dafür wurden die Mac Minis billiger: Sie gibt es nun ab 599 Euro, bisher war der Mac Mini für 800 Euro der billigste Apple-Computer.